Eine Legende. Eine Leidenschaft. Ein Club.
Der Mercedes-Benz Geländewagen-Club e.V.
Der Mercedes-Benz Geländewagen-Club e.V., auch bekannt als G-Club, wurde 1987 in Stuttgart gegründet und ist seit 2006 ein von Mercedes-Benz Classic offiziell anerkannter Markenclub. Viele der inzwischen über 1.400 Mitglieder verbindet die Begeisterung für die Mercedes-Benz G-Klasse und ihre besondere Geländetauglichkeit.
Im Club treffen sich Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Deutschland und darüber hinaus, um Erfahrungen auszutauschen, ihre Fahrzeuge gemeinsam zu erleben und die Faszination der G-Klasse zu teilen. Bei zahlreichen Regionaltreffs, Veranstaltungen und gemeinsamen Ausfahrten steht der persönliche Austausch rund um Technik, Reisen und Offroad-Erfahrungen im Mittelpunkt.
Ein Blick auf die Geschichte des G-Clubs zeigt, wie sich der Verein seit seiner Gründung im Jahr 1987 bis heute entwickelt hat.

Historische Wurzeln und die Entwicklung der G-Gemeinschaft
Die Begeisterung für geländegängige Fahrzeuge mit dem Stern reicht deutlich weiter zurück als die eigentliche Gründung des G-Clubs. Bereits in den 1930er-Jahren entwickelte Daimler-Benz mit dem Mercedes-Benz G5 (W 152) ein technisch bemerkenswertes Fahrzeug, das gezielt für den Einsatz abseits befestigter Straßen konzipiert war.
Der zwischen 1937 und 1941 gebaute Geländewagen verfügte bereits über Lösungen, die für seine Zeit außergewöhnlich waren: Allradantrieb, Einzelradaufhängung und Vierradlenkung. Angetrieben wurde der G5 von einem 2-Liter-Vierzylindermotor (M 149 II) mit rund 50 PS, der eine Steigfähigkeit von etwa 64 Prozent ermöglichte. Trotz dieser fortschrittlichen Technik blieb das Modell selten. Insgesamt entstanden nur 606 Fahrzeuge, davon 378 für militärische Zwecke, während 228 Exemplare als zivile Version Typ 200 G5 ausgeliefert wurden. Neben militärischen Aufgaben existierten Varianten etwa als Touren-, Jagd- oder Kolonialwagen.
Solche historischen Rückblicke fanden sich auch in frühen Ausgaben des Clubmagazins und verdeutlichten, dass die Tradition geländegängiger Mercedes-Fahrzeuge deutlich weiter zurückreicht als die spätere G-Klasse.

Gründung 1987 in Stuttgart
Aus der G-Praxis geboren
Mit der Einführung der Mercedes-Benz G-Klasse Ende der 1970er-Jahre erhielt das Thema Geländewagen bei Mercedes-Benz neue Aufmerksamkeit. Rund um das Fahrzeug entwickelte sich rasch eine besonders engagierte Nutzergemeinschaft. Viele Fahrerinnen und Fahrer nutzten den Geländewagen nicht nur im Alltag, sondern auch auf Fernreisen, im schweren Gelände oder bei Expeditionen.
Dabei stellten sich immer wieder ähnliche Fragen: Welche Umbauten bewähren sich wirklich? Welche Bereifung funktioniert unter welchen Bedingungen? Welche technischen Lösungen sind im harten Einsatz zuverlässig?
Vor diesem Hintergrund entstand Mitte der 1980er-Jahre aus persönlichen Kontakten, Treffen und Gesprächen ein wachsendes Netzwerk von G-Fahrern, die ihre Erfahrungen miteinander teilten.
Die Gründung des Mercedes-Benz Geländewagen-Clubs e.V. (G-Club) fällt in diese Zeit, in der sich rund um die Mercedes-Benz G-Klasse eine besonders aktive Nutzergemeinschaft entwickelte. Viele Fahrerinnen und Fahrer nutzten ihre Fahrzeuge weit über den Alltagsbetrieb hinaus – im schweren Gelände, auf Fernreisen und unter Bedingungen, bei denen praktische Erfahrung häufig wichtiger war als Prospektwissen.
Aus diesem Umfeld entstand ein wachsender Bedarf nach Austausch unter Gleichgesinnten. Diskutiert wurden vor allem sehr konkrete Fragen: zur technischen Haltbarkeit der Fahrzeuge, zu sinnvollen Umbauten, geeigneter Bereifung oder zu Erfahrungen aus realen Offroad-Einsätzen.
Der Gedanke hinter der Gründung ging jedoch über einen losen Erfahrungsaustausch hinaus. Die Initiatoren wollten eine organisierte Interessenvertretung für Fahrer der G-Klasse schaffen. Eine Gemeinschaft konnte gegenüber Herstellern, Werkstätten, Behörden und Öffentlichkeit mehr erreichen als einzelne Fahrzeughalter. Gleichzeitig sollte ein strukturierter Informationsfluss innerhalb des Clubs helfen, praktisches Wissen zu bündeln und Erfahrungen weiterzugeben.
Die formale Grundlage des Vereins entstand mit der Unterzeichnung der Satzung am 28. März 1987, die in Roßwag ausgearbeitet wurde. Als Gründungsort wird Stuttgart genannt. In späteren Rückblicken wird berichtet, dass sich im Herbst 1987 eine Gruppe von rund 15 engagierten G-Fahrern zusammenschloss, um dem neuen Verein eine dauerhafte organisatorische Struktur zu geben.
Von Beginn an brachte die junge Gemeinschaft unterschiedliche Fachkompetenzen zusammen. Unter den frühen Mitgliedern befanden sich erfahrene Praktiker aus den Bereichen Technik, Motorsport, Reisen und Recht, die ihr Wissen innerhalb des Clubs weitergeben wollten. Dieses Netzwerk aus praktischer Erfahrung und technischem Sachverstand prägte den Charakter des G-Clubs von Anfang an.
Ein frühes Zeugnis dieser Anfangszeit ist die erste Ausgabe des Clubmagazins „G-Letter“ (1/1987), in der sich der neu gegründete Verein vorstellte und seine Ziele formulierte.

Die Gründungsversammlung
Eine Aufnahme aus der Frühzeit des Clubs, veröffentlicht im G-Club Magazin 01/1987, zeigt mehrere Teilnehmer der Gründungsversammlung, versammelt vor ihren Fahrzeugen. Die Bildunterschrift nennt von rechts nach links unter anderem Kurt Will, Frank Lamberts, Rolf Seiz, Heinrich Wangler, Peter Brüssing, Frank Kalkuhl, Brigitte Gonschorek, Vera und Hannes Wahle, Bernd Woick, Heinz Neunzig, Heidi und Hartmut Schmucker sowie Peter Nagler. Ebenfalls erwähnt werden Janine Senn-Moser sowie der Fotograf K. H. Larkamp, die beide hinter der Kamera standen.
Aus diesem Kreis heraus übernahmen mehrere Beteiligte zentrale Rollen beim Aufbau des Vereins. Kurt Will fungierte als erster Vorsitzender des G-Clubs.
Weitere Persönlichkeiten wie Frank Lamberts, Rolf Seiz, Heinrich Wangler und Peter Brüssing prägten die Anfangsphase des Clubs maßgeblich. Sie stehen stellvertretend für die frühe Generation engagierter G-Fahrer, die technische Kompetenz, praktische Offroad-Erfahrung und organisatorisches Engagement miteinander verband.

Die frühen Jahre – Technik im Mittelpunkt
In den ersten Jahren nach der Gründung des G-Clubs im Jahr 1987 bildete die Technik der G-Klasse ein zentrales verbindendes Element innerhalb der jungen Gemeinschaft. Der Club verstand sich von Beginn an nicht nur als Treffpunkt von Enthusiasten, sondern auch als praxisorientierte Plattform, auf der technisches Wissen gebündelt und Erfahrungen aus dem Einsatz der Fahrzeuge weitergegeben wurden.
Eine wichtige Rolle spielte dabei der direkte Zugang zu technischem Fachwissen. Zu den frühen Ansprechpartnern im Club gehörte Heinrich Wangler, der gemeinsam mit Johannes Wahle das Ressort Technik betreute. Wangler verfügte über langjährige Erfahrung bei Daimler-Benz und konnte viele technische Fragestellungen aus der Praxis einordnen. Mitglieder wandten sich mit Problemen, Umbaufragen oder Fragen zum Einsatz ihrer Fahrzeuge direkt an ihn. Ziel war es, innerhalb des Clubs einen regen Informationsaustausch zu fördern, bei dem praktische Erfahrungen weitergegeben und Lösungen gemeinsam erarbeitet wurden.
Dieser technische Schwerpunkt spiegelte sich auch in den frühen Aktivitäten des Vereins wider. Bei Treffen und Veranstaltungen standen häufig Geländefahrtrainings und technische Einweisungen im Mittelpunkt. Unter Anleitung erfahrener Fahrer lernten die Mitglieder, die technischen Möglichkeiten ihrer Fahrzeuge im Gelände richtig einzusetzen und dabei Material und Umwelt zu schonen.
Auch der Hersteller selbst war in den Anfangsjahren regelmäßig präsent. Bei größeren Clubtreffen erschien der Zentrale Kundendienst von Daimler-Benz mit einem Werkstattfahrzeug. Spezialisten wie Reinhold Hutlmayer oder Harry Büscher unterstützten die Teilnehmer mit technischer Beratung und halfen bei kleineren Defekten direkt vor Ort. Innerhalb des Clubs wurden sie bald als die „Blauen Engel“ bekannt.
Parallel dazu widmete sich auch das damalige Clubmagazin intensiv technischen Themen. Beiträge behandelten unter anderem Fragen zu Getriebeübersetzungen, Reifengrößen oder technischen Weiterentwicklungen der Baureihen. Da viele Mitglieder ihre Fahrzeuge für Fernreisen nutzten, spielte auch praktisches Wissen zur Selbsthilfe unterwegs eine wichtige Rolle.
Ein weiterer Bestandteil der frühen Clubaktivitäten waren Besuche der Produktionsstätte der G-Klasse in Graz. Dort konnten Mitglieder Einblicke in die Fertigung gewinnen und auf dem Testgelände am Schöckl erleben, unter welchen extremen Bedingungen die Geländetauglichkeit des Fahrzeugs erprobt wird.
Rückblickend prägte dieser technische Schwerpunkt die Identität des jungen Vereins entscheidend. Die G-Klasse wurde nicht nur als Fahrzeug, sondern als zuverlässiges Werkzeug für anspruchsvolle Einsätze verstanden. Das gemeinsame Interesse an Technik bildete damit eine wichtige Grundlage für die Gemeinschaft innerhalb des G-Clubs.

Motorsport und Rallye-Raid im Umfeld des G-Clubs
Der Bezug des G-Clubs zum Motorsport liegt vor allem im klassischen Rallye-Raid-Umfeld. Bereits im Umfeld der Gründung bewegten sich einzelne Mitglieder nicht nur im Bereich von Fernreisen und Offroad-Touren, sondern auch in der internationalen Wüstenrallye-Szene.
Der motorsportliche Hintergrund der G-Klasse war zu dieser Zeit bereits etabliert. Besonders prägend waren die Einsätze des 280 GE bei der Rallye Paris–Dakar. Mit dem Gesamtsieg von Jacky Ickx und Claude Brasseur im Jahr 1983 bewies das Fahrzeug eindrucksvoll seine Langstrecken- und Wüstentauglichkeit und festigte weltweit den Ruf der G-Klasse als extrem belastbares Offroad-Fahrzeug.
Auch im Umfeld des späteren G-Clubs waren mehrere Persönlichkeiten im Wettbewerb aktiv. Heinrich Wangler nahm seit den frühen 1980er-Jahren an Läufen der Deutschen Geländewagen-Meisterschaft teil und brachte seine Erfahrungen aus dem G-Fahrversuch bei Daimler-Benz in die Clubarbeit ein. Gründungsmitglied Rolf Seiz wurde Mitte der 1980er-Jahre mehrfach Deutscher Geländewagen-Meister. Heinz Neunzig verfügte ebenfalls über Erfahrung im internationalen Offroad-Sport und war im Umfeld der Rallye Paris–Dakar aktiv.
Mitglieder und ihr Umfeld waren darüber hinaus bei verschiedenen internationalen Rallyes vertreten, darunter die Rallye München–Marrakesch, die Pharaonen-Rallye und später die Rallye München–Breslau. Ein dokumentiertes Zeitzeugnis ist die Beteiligung von Clubakteuren bei der Pharaonen-Rallye, bei der Mitglieder organisatorische Aufgaben sowie Assistance-Tätigkeiten übernahmen.
Rückblickend zeigt sich, dass der G-Club früh eine Verbindung zwischen engagierten Amateurfahrern, technischen Spezialisten und der internationalen Rallye-Raid-Szene bildete. Die motorsportliche Geschichte der G-Klasse und die Wettbewerbserfahrung vieler Mitglieder prägten dabei auch das technische Selbstverständnis der Gemeinschaft.

Das Clubmagazin als historischer Anker
Parallel zum wachsenden Vereinsleben entwickelte sich früh eine eigene Publikationskultur. Bereits mit der Erstausgabe des Clubmagazins „Der Geländewagen“ im Jahr 1987 erhielt der junge Verein ein zentrales Medium für Information und Austausch. Das Magazin berichtete über technische Entwicklungen, Reiseerfahrungen der Mitglieder, Werkstattwissen sowie über Veranstaltungen und Aktivitäten des Clubs.
In den Anfangsjahren erschien das Heft regelmäßig und dokumentierte wichtige Meilensteine der Vereinsgeschichte, etwa das erste große G-Club-Treffen 1988 in Backnang-Maubach oder die frühen Geländefahrtrainings. Gleichzeitig spiegelten ausführliche Reiseberichte aus Regionen wie Afrika, Island oder Australien die wachsende Fernreise- und Offroad-Kultur innerhalb der G-Gemeinschaft wieder.
Mit dem Wachstum des Clubs entwickelte sich auch das Magazin weiter und erschien zeitweise mehrmals jährlich. Spätere Ausgaben wurden unter der Bezeichnung G-Magazin veröffentlicht. Bis heute bündelt das Clubmagazin technisches Wissen, Erfahrungsberichte und Vereinsnachrichten und bildet damit eines der wichtigsten historischen Gedächtnisse des G-Clubs.

Die G-Club-Boutique
Mit dem Wachstum des Clubs entstanden bereits in den späten 1980er-Jahren erste Angebote speziell für Mitglieder. Über die sogenannte G-Club-Boutique konnten verschiedene Artikel mit dem offiziellen G-Club-Emblem bezogen werden. Sie bot Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Verbundenheit mit dem Club und der G-Klasse auch abseits des Fahrzeugs sichtbar zu machen.
Zum Sortiment gehörten neben Freizeitbekleidung wie Sweatshirts, Blousons oder Westen auch hochwertige Lederaccessoires, darunter Attaché-Koffer, Konferenzmappen, Brieftaschen und Passhüllen mit eingeprägtem G-Club-Emblem. Viele Artikel wurden speziell für Mitglieder gefertigt und konnten über die Redaktion des Clubmagazins bestellt werden.
Im Laufe der Jahre wurde das Angebot um weitere Produkte erweitert, etwa Caps, Schmuckstücke mit G-Motiv sowie verschiedene Sammler- und Lifestyleartikel.
Auch heute steht den Mitgliedern ein breites Angebot an Clubkleidung und Accessoires zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Poloshirts, Jacken, Caps und Sweatshirts mit dem G-Club-Emblem, die über den geschützten Mitgliederbereich der Website bestellt werden können.
Bei Jahrestreffen, regionalen Veranstaltungen oder gemeinsamen Ausfahrten tragen viele Mitglieder diese Kleidung als sichtbares Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. Damit setzt sich eine Tradition fort, die bereits in den frühen Jahren des Clubs begann.

Vom erweiterten SUV-Spektrum zurück zum klaren G-Profil
Mit der Markteinführung der ersten Mercedes-Benz M-Klasse (W163) im Jahr 1997 veränderte sich die Geländewagenwelt der Marke grundlegend. Neben der klassischen, konsequent geländegängigen G-Klasse etablierte sich erstmals eine breiter aufgestellte SUV-Familie. Diese Entwicklung spiegelte sich zeitweise auch im Umfeld des Clubs wider: In der praktischen Clubarbeit rückten phasenweise neben der G-Klasse auch weitere Mercedes-Benz Geländewagen und SUV in den Blick.
Mit zunehmender Reife der Community und der wachsenden Bedeutung der G-Klasse als eigenständige Ikone kristallisierte sich jedoch wieder klar heraus, was den Kern des Vereins ausmacht. Die außergewöhnliche Modellkontinuität des „G“, seine technische Eigenständigkeit und die besonders engagierte G-Community führten Schritt für Schritt zu einer erneuten Fokussierung.
Heute steht der G-Club wieder eindeutig für die G-Klasse als Herzstück des Vereins. Diese Entwicklung war kein abrupter Kurswechsel, sondern ein organischer Prozess aus der Mitgliedschaft heraus – und zugleich eine bewusste Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln von 1987.

Jahrestreffen seit 1988: Kontinuität als Markenzeichen
Bereits ein Jahr nach der Gründung etablierten sich die Jahrestreffen als zentrales Element des Clublebens. Seit 1988 bilden sie den wichtigsten Treffpunkt für Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus.
Die frühen Treffen waren meist als mehrtägige Veranstaltungen organisiert, zu denen Mitglieder mit ihren Fahrzeugen und oft auch mit ihren Familien anreisten. Viele Teilnehmer trafen bereits einige Tage vor dem offiziellen Beginn ein und schlugen mit Wohnwagen, Campingfahrzeugen oder Dachzelten ihr Lager in der Nähe des Veranstaltungsgeländes auf.
Im Mittelpunkt standen praktische Fahraktivitäten wie Geländefahrschulen, Trialsektionen oder Offroadparcours. Ergänzt wurde das Programm durch Orientierungs- und Erlebnisrallyes sowie gemeinsame Ausflüge und Abendveranstaltungen. Dabei spielte der Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle. Technische Fragen wurden diskutiert und kleinere Reparaturen nicht selten direkt vor Ort gemeinsam gelöst.
Was als überschaubare Zusammenkunft begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu mehrtägigen Veranstaltungen mit anspruchsvollen Offroadprogrammen und intensivem Austausch unter den Mitgliedern. Die lange Reihe der Jahrestreffen, von Maubach über Ballenstedt, Graz und Merklingen bis hin zu neueren Veranstaltungsorten wie dem Stöffelpark, Karenz und Finsterwalde, zeigt die Kontinuität dieser Tradition.
Auch heute erfüllen die Jahrestreffen diese zentrale Rolle im Clubleben. Neben Offroadaktivitäten, Touren und technischem Austausch sind sie ein wichtiger Treffpunkt für die Mitglieder des Vereins. Im Rahmen dieser Veranstaltungen finden auch organisatorische Elemente des Vereinslebens statt, etwa die Mitgliederversammlung sowie die alle zwei Jahre stattfindenden Vorstandswahlen.

2006: Anerkennung als offizieller Markenclub
Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Vereins war das Jahr 2006. In diesem Jahr wurde der Mercedes-Benz Geländewagen-Club e.V. offiziell als Markenclub durch Mercedes-Benz Classic anerkannt. Dieser Bereich der Mercedes-Benz Group AG betreut weltweit historische Fahrzeuge der Marke und koordiniert die Zusammenarbeit mit den anerkannten Mercedes-Benz-Markenclubs.
Mit dieser Anerkennung wurde der G-Club Teil des internationalen Netzwerks der offiziellen Mercedes-Benz Clubs. Diese Markenclubs spielen eine wichtige Rolle für die Pflege der Fahrzeuggeschichte und der Markentradition. Sie bringen Enthusiasten zusammen, fördern den Austausch von technischem Wissen und tragen dazu bei, die Geschichte der Fahrzeuge lebendig zu halten.
Für den G-Club bedeutete die Anerkennung zugleich eine Bestätigung der bisherigen Vereinsarbeit. Sie würdigte die fachliche Kompetenz der Mitglieder, die gewachsene Organisationsstruktur des Vereins und das langjährige Engagement rund um die Mercedes-Benz Geländewagen.
Gleichzeitig entstand ein engerer Austausch mit Mercedes-Benz Classic und der internationalen Cluborganisation. Über dieses Netzwerk werden Informationen zur Fahrzeughistorie, technische Hintergründe und Kontakte innerhalb der weltweiten Mercedes-Benz Clublandschaft zugänglich gemacht. Damit wurde die Einbindung des G-Clubs in die internationale Markencommunity nachhaltig gestärkt.

Kommunikation im digitalen Zeitalter
Neben dem klassischen Clubmagazin wurde ab April 2020 eine regelmäßige Newsletter-Reihe aufgebaut. Ursprünglich als verbindendes Medium in einer Zeit eingeschränkter persönlicher Treffen gestartet, entwickelte sich der Newsletter schnell zu einem festen Bestandteil der Clubkommunikation.
Über den Newsletter werden die Mitglieder regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Club informiert. Dazu gehören Hinweise auf Veranstaltungen, Berichte über vergangene Aktivitäten, technische Themen rund um die G-Klasse sowie Einblicke in Projekte und Initiativen innerhalb der Gemeinschaft. Auch organisatorische Informationen und Neuigkeiten aus der internationalen Mercedes-Benz Clublandschaft werden auf diesem Weg zeitnah weitergegeben. Alle Newsletter stehen neben dem Versand an die Mitglieder auch im geschützten Mitgliederbereich der Website zur Verfügung.
Für die Mitglieder bietet dieses Format den Vorteil, stets über das aktuelle Vereinsleben informiert zu bleiben und frühzeitig von kommenden Veranstaltungen, Reisen oder besonderen Aktionen zu erfahren. Gleichzeitig ermöglicht der Newsletter einen schnellen Austausch von Informationen innerhalb der Gemeinschaft und ergänzt das traditionelle Clubmagazin um eine aktuelle digitale Ebene.
Damit entsteht neben dem historischen Magazin ein fortlaufendes digitales Archiv, das das Vereinsleben dokumentiert und die Aktivitäten des G-Clubs dauerhaft nachvollziehbar macht.

Soziales Engagement und Nachwuchsförderung
Die Aktivitäten des G-Clubs reichen über klassische Vereinsveranstaltungen hinaus und werden maßgeblich durch das Engagement seiner Mitglieder geprägt. Dabei entstehen immer wieder gemeinsame Initiativen und Projekte, bei denen Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und besondere Erlebnisse im Mittelpunkt stehen.
Eine besondere Kooperation besteht dabei mit dem Unimog-Club Gaggenau e.V.. Auf Initiative des Unimog-Clubs findet jährlich eine Geländefahrt im Steinbruch der Bau-Union in Zimmern-Horgen statt, bei der Kinder und ihre Familien eingeladen werden, die eine schwere Krankheit überstanden haben. Die Kinder werden vom Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg e. V. sowie von der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe im Schwarzwald betreut. Mitglieder des G-Clubs unterstützen diese Aktion mit ihren Fahrzeugen und begleiten die Fahrten gemeinsam mit den Unimog-Fahrern. Die Koordination der Beteiligung auf Seiten des G-Clubs sowie die Organisation der teilnehmenden Fahrer übernimmt dabei Bernhard von unserem Regionaltreff Stuttgart, der sich seit mehreren Jahren dafür einsetzt, ausreichend Fahrzeuge und Fahrer für diese Veranstaltung zu organisieren..
Für die Kinder bedeutet die Fahrt durch das Gelände des Steinbruchs ein besonderes Abenteuer. Steile Passagen, kurvige Wege und das ungewohnte Umfeld sorgen für Begeisterung und lassen für ein paar Stunden die Mühen und Strapazen der überstandenen Krankheit in den Hintergrund treten. Die strahlenden Gesichter der Kinder und die gemeinsame Freude der Beteiligten machen diese Veranstaltung für alle Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis.
Ein weiteres Beispiel für das Engagement innerhalb des Clubs ist das Jugendfahrtraining in Eisenberg für Jugendliche ab 14 Jahren zur Hinführung an die Anforderungen der Deutschen Geländewagen-Meisterschaft (DGM). Dort werden Jugendliche, aber auch Erwachsene, unter Anleitung erfahrener Mitglieder an das Fahren eines Mercedes G beziehungsweise Puch im Gelände herangeführt. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf dem sicheren Umgang mit Geländefahrzeugen. Die Teilnehmer, ob jung oder alt, erlernen das verantwortungsvolle Führen des Fahrzeugs auch in teilweise sehr anspruchsvollem Gelände. Das Erlernte wird anschließend in einem Parcourslauf nach den Anforderungen der DGM gezeigt. Die Fahrübungen finden auf abgesperrtem privatem Gelände statt und erfolgen in Begleitung erfahrener Instruktoren.
Solche Aktivitäten zeigen, dass der G-Club nicht nur eine Gemeinschaft von Fahrzeugenthusiasten ist, sondern auch ein Verein, in dem Mitglieder ihre Erfahrungen weitergeben und sich gemeinsam für besondere Projekte engagieren.
Videoeindrücke der Veranstaltung:

Der G-Club heute
Heute präsentiert sich der G-Club als gewachsene, bundesweit vernetzte Gemeinschaft mit klarer Bindung an die Mercedes-Benz G-Klasse. Mit rund 1.300 Mitgliedern ist der Verein fest in der internationalen Mercedes-Benz Cluborganisation verankert und wird von Mercedes-Benz Classic als offizieller Markenclub anerkannt.
Ganz gleich, welches G-Modell gefahren wird, aus welchem Baujahr das Fahrzeug stammt oder welche Laufleistung es bereits hat, im G-Club sind alle willkommen, die die Faszination dieses besonderen Geländewagens teilen. Das Spektrum der vertretenen Fahrzeuge reicht von den frühen Modellen der Baureihe W460 über robuste Arbeits-, Behörden- und militärisch genutzte Varianten bis hin zur Baureihe W463 und den aktuellen Generationen der G-Klasse.
Was die Mitglieder verbindet, ist bis heute derselbe Geist, der bereits die Gründer im Jahr 1987 in Stuttgart antrieb. Die Begeisterung für robuste Mercedes-Benz Geländewagen, ein fundiertes Interesse an Technik, der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Fahrzeug im Gelände und die Bereitschaft, Wissen und Erfahrungen nach dem Leitmotiv „Mitglieder für Mitglieder“ miteinander zu teilen.
Die besondere Stärke des G-Clubs liegt in der Verbindung aus gelebter Praxis, gewachsener Gemeinschaft und technischer Kompetenz. Das Clubleben findet sowohl bei den seit 1988 regelmäßig veranstalteten Jahrestreffen als auch in zahlreichen Regionaltreffs in ganz Deutschland statt. Diese regionale Struktur ermöglicht einen engen Austausch zu technischen Fragen, Restaurierung, Fernreisen und Offroad-Erfahrungen.
Der Weg von der Stuttgarter Initiative des Jahres 1987 hin zu einem anerkannten Markenclub zeigt eine Entwicklung von bemerkenswerter Kontinuität. In dieser Beständigkeit und dem über Jahrzehnte gewachsenen Erfahrungsschatz rund um die G-Klasse liegt ein wesentlicher Teil der Identität des G-Clubs.
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